2006

Pressestimmen zum Theater 2006


Geschnatter im Entenkrieg




Gelungene Premiere bei den Theaterfreunden Süß -Weitere Vorstellungen



Matthias Lindner als Pfarrer (links) und Thomas Fenk als Bürgermeister wollen ihre Kräfte in einem Boxkampf messen - alles nur wegen der Enten? Bild: (fli)



Die Premiere des Entenkriegs gaben die Theaterfreunde Süß am Wochenende im Rouherer-Saal. Ohne den Ausgang der "Kriegshandlungen" zwischen Bürgermeister und Pfarrer sowie die überraschende Wende für das Publikum vorwegnehmen zu wollen, zeigten die Theaterfreunde ihren Gästen bei Kaltem Büffet ihr breites schauspielerisches Spektrum.

Zunächst wird der Zuschauer kultig an Don Camillo und Peppone erinnert: Thomas Fenk als jovialer und gewichtiger Bürgermeister sind die Enten des Pfarrers ein Dorn im Auge. Den temperamentvollen Gottesmann spielt Matthias Lindner. Als dieser angeblich den Bürgermeister unter nicht näher geklärt er Umstände in den Ententeich gestoßen haben soll, ist der vom triefenden Gemeindeoberhaupt geforderte Boxkampf mit seinem Schulfreund unumgänglich.
Von nun an lässt es Regisseur Georg Ritter rund gehen auf der Bühne. Alle möglichen Unterstützer und Verhinderer des „unwürdigen Spektakels" treten auf den Plan. Während die Ehefrau des Bürgermeisters (Heidi Gäde) sich in dieser Frage neutral verhält, tritt Irma Wimmer, die Vorsitzende des Kirchenrates (Brigitte Bauer), entschieden gegen dieses Kräftemessen ein.

Ihr unterjochter Gatte und Gemeinderat mit Sprachverzögerung, bravourös von Willi Sperber verkörpert - der in diesem Jahr sein Debüt bei den Theaterfreunden gibt - wird schließlich sogar als Betreuer des Bürgermeisters berufen und ist damit hautnah am Geschehen.

Ebenso wie der Schwiegersohn in spe, der um die Hand der Bürgermeisterstochter Heidi (Sabrina Englhard) anhält, und dabei zunächst auf wenig väterliche Gegenliebe stößt. Erst als fest steht, dass Udo Schröder (Christian Lindner) bei dem Kampf als Ringrichter fungieren muss, sieht der Bürgermeister seine Felle davon schwimmen und umgarnt ab diesem Zeitpunkt den Freund seiner Tochter.
Eine Propagandaministerin im Entenkrieg ist natürlich unentbehrlich. Diese Rolle des verlängerten Arms des Bürgermeisters gibt Kathrin Bauer als Sophie Suttner mit viel schauspielerischem Elan, unschuldiger Mimik und natürlich ohne Eigennutz - sie möchte den Pfarrer in kurzen Hosen sehen.
Wem die Maskenbildnerin Gabi Ströhl nun ein großes blaues Auge vom Faustkampfschminken darf, kann der Zuschauer bei weiteren Aufführungen des Entenkriegs am Ostersonntag und Ostermontag sowie am Samstag, 22.4., und Sonntag 23.4., jeweils um 19 Uhr im Saal der Gastwirtschaft Rouherer sehen.
Für alle Aufführungen sind noch Karten zum Preis von fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder erhältlich. Platzreservierungen sind telefonisch unter 09664/953595 (ab 18 Uhr) möglich.